Heute so unpolitisch.

Heute ist so ein Tag.

Gedenktag an die Novemberpogrome. Und der neue Nationalrat wird angelobt. In gewissen unglücklich zum 1. Thema passenden Parteien gibt es da mehr deutschnationale Korporierte als Menschen die keine Männer sind und auch sonst passt das alles sehr gut zu den Entwicklungen in der restlichen Welt.

Passend zum Tage, Monat und Jahr hab’ ich heute was für euch zum Ausdrucken, Sticker machen oder für T-Shirts:

Eine kleine Erinnerung

Macht was Schönes damit falls ihr mögt, und wenn ihr euch wegen der Lizenz unsicher seid könnt ihr mich auch gerne kontaktieren. Eine 3-färbige Version für Foliendruck auf T-Shirts ist noch in Arbeit.

Und ein paar Worte

Ursprünglich eigentlich als Kommentar auf die Techbubble, deren Innovationen und Neutralitätsansprüche gedacht, passt das Zitat auch hier. Wie praktisch! Mir liegt viel Text ja nicht so, das können und machen andere besser. Daher hier nur eine Zusammenfassung in aller Kürze:

Alles ist politisch. Es ist schlicht eine Frage der Machtverhältnisse wer (oder was) durch Übereinkunft mit einer kulturell dominanten Meinung „neutral“ oder „unpolitisch“ durchgeht, sich nicht reflektieren und rechtfertigen muss.

In den (Geistes-)Wissenschaften herrscht schon länger Einigkeit darüber, dass es Neutralität in dem Sinne nicht gibt. Jede*r von uns hat eine Weltsicht die von dem was wir erfahren, gelernt, gedacht, gebraucht, gewollt und (nicht) bekommen haben geformt ist. Und das fließt in alles ein was wir tun. Wir alle sind politisch. Alles was wir tun ist politisch. Und wenn es gerade auf den ersten Blick nicht so aussieht, dann heißt das nur dass wir in der Privilegienlotterie zufällig das richtige Los gezogen haben.

Und nicht mehr als das.

Das heißt in weiterer Folge, dass nur Vielfalt Vielfältiges schaffen kann. Und dazu müssen alle die eine Stimme bekommen, die nicht sowieso schon tausendfach gehört werden. Dazu müssen diejenigen, die von der Norm abweichen, sichtbar sein – sein dürfen. An sehr vielen Ecken und Enden überall werden aber gerade die laut, die sich von Vielfalt bedroht fühlen. Und sie kämpfen mit allem was sie haben dagegen.

In dem Sinne: Wenn ihr seht es läuft was schief und ihr irgendwie könnt, steht auf und tut was. Helft. Streitet. Seid ungemütlich. Seid sichtbar. Weil schweigen ist immer Zustimmung.

clickediclack

I made a hat for a friend (it’s actually supposed to be a trade. But we’ll see how that goes. He promised me another pair of man-knit socks for my collection.) It’s also the first finished product of my newest obsession with multiple gradients. Here one is in the yarn and one in the layout of the blue shapes.

As for the pattern, I started with this tutorial and just went from there. I changed it up quite a bit, and added a blue-to grey gradient by slowly fading out the colorful repeats towards the top of the hat.

I used Lana Grossa Elastico (96% cotton, 4% polyester):
– 1 ball Elastico 101-Schiefer
– 1/2 a ball Elastico Print in 520-Nachtblau/Jeans/Blauviolett/Flieder

The ribbing is fairly loose: My friend has really curly hair, so he prefers his hats to be a bit loose around the edges

And because I don’t have a picture of my friend wearing it yet, you get a really blurry cyborg-alien-esque picture of me size/fit testing halfway through knitting … and the colours are great:

It’s also very flattering to end up looking topless. Maybe there’s a reason
why people don’t knit hats in a 38 degree sleeveless-top kind of weather :P

print and experiment

dog days (literally)

Seit ich daheim ausgezogen bin war ich nicht oft zu Besuch. Meist nur kurz, im Vorbeifahren. Um meinen uralten Hund zu kuscheln.

Neuerdings gibt’s dort aber ein neues Hundebaby, drum komm ich jetzt fast jede Woche vorbei – die Hunde besuchen. Spazieren gehen und im Fluss planschen und im Zuge dessen dann von winzigkleinen Hundemilchzähnen zermartert.

Mit einem Stock drüberfahren macht immer noch gute Geräusche, aber jetzt splittert es ein bisschen mehr als früher. Schrumm schrumm krhchz.

Alles dort ist jetzt alt. Ich kann mich noch erinnern als wir den alten Hund abgeholt haben. Vor 5 Minuten. Oder 11 Jahren.

Der alte Hund ist jedenfalls jetzt überhaupt nicht mehr neu sondern alt. Uralt. Einfach so, ganz plötzlich. In meinem Kopf ist es immer so, dass Dinge ewig im gleichen Zustand bleiben. Alle Kreaturen schweben dahin in einer immergleichen Normalität. Stabil. So wie ein schlechtes Videospiel in dem Artefakte nicht altern. Im Gegensatz dazu tun die das in der physischen Welt aber ganz unbeirrt trotzdem, ganz egal ob jemand mit der Spielmechanik gepfuscht hat oder es vor lauter Selbstverständlichkeit nicht bemerkt. Und auch wurscht ob irgendwer etwas dagegen hat.

Daher kommt dann immer mal wieder die spontane Erkenntnis, dass das letzte Jahrzehnt zum Beispiel auch an den Stegplanken nicht spurlos vorüber gegangen ist. Die sind nämlich jetzt auch alt. Wie der alte Hund.

Wenn ich an den Teich im Garten meiner Eltern denke, dann immer an die neuen Holzbretter. Mit ihrer einwandfrei geriffelten Holzoberfläche und alle ganz gerade. Jetzt sind sie schief und gebogen und abgesplittert und manche Schrauben sind schon kaputt. Letzte Woche bin ich in eine reingetreten, die wohl abgebrochen und rausgerostet ist um zu sagen: “Hallo, ich hab das Holz lang genug festgehalten. Tschüs, baba, ich bin’s dann mal”. Außerdem wächst auf einzelnen Brettern mittlerweile Moos.
Wahrscheinlich ist das aber auch alles schon seit Jahren so und ich hab’s nur nicht bemerkt.

Eigentlich ist doch alles, wie es immer schon war. Bloß ein bisschen anders.

Und der Analogfilm der im diesigen Sommerabendlicht bei 30 Grad da noch ein paar Jahrzehnte draufgibt passt doch eigentlich auch ganz gut dazu. Schön.

Lazy hazy light leaks.

Somehow I managed to produce light leaks while playing with my stolen Hasselblad. But I really love this picture – it’s everything the end of a really steamy countryside summer day is supposed to feel like.

balloon dog

Balkonien

Posted in Life | Leave a reply 09.06.2017
Tagged